In Nachbarschaft zu den Trümmern der am 10. November 1938 niedergebrannten Synagoge in Ehrenfeld sollte der 1941 in der Körnerstraße errichtete Bunker der Ehrenfelder Bevölkerung im Krieg vermeintlichen Schutz vor den Bomben der alliierten Luftstreitkräfte bieten.
Nach 1945 wurde der Bunker über Jahre als Notunterkunft für Menschen genutzt, die im Krieg ihre Wohnung verloren hatten.
Ende der 1970er Jahre wurde das Gebäude als Schutzbunker für Zwecke des Zivilschutzes auf den damals aktuellen Stand gebracht und seither „vorrätig gehalten“.
1989 ermöglichte es der damalige Bezirksvorsteher Günter Rombey, den Jahrzehnte lang verschlossenen Schutzbunker in der Ehrenfelder Körnerstraße für die Ausstellung „Gestaltwechsel“ des Künstlers Felix Droese der Öffentlichkeit zu öffnen. Seitdem fungierte der Hochbunker als Veranstaltungsort für zahlreiche Kunstprojekte, Ausstellungen und Konzerte.
Die bislang durch die Bezirksvertretung Ehrenfeld koordinierte kulturelle Nutzung des Hochbunkers ist nun gefährdet, da die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BMI), in deren Besitz sich der Hochbunker befindet, nun über eine Veräußerung der Immobilie nachdenkt.
